Solidarmodell Anti-Graffiti in Freiburg

Seit 2007 gibt es in Freiburg 1-2 Mal pro Jahr einen "Aktionstag Anti-Graffiti" des Vereins Sicheres Freiburg.

In Zusammenarbeit mit einem Bürgerverein können Hausbesitzer/innen an diesem Tag kostenlos Graffiti entfernen und überstreichen lassen.

Hier engagieren sich verschiedene Betriebe der Malerinnung Freiburg-Müllheim ehrenamtlich.

Unterstützt wird das Projekt von der Polizei und der Jugendhilfe im Strafverfahren der Stadt Freiburg.

Konzept

Ausgangslage:

  • Sachbeschädigungen durch Graffiti an öffentlichen oder privaten Gebäuden stellen in Freiburg ein ernst zu nehmendes Problem dar.

  • Die Zunahme der illegalen Graffiti hat Auswirkungen auf das öffentliche Leben. Das selbst erlebte Straßenbild beeinträchtigt inentscheidendem Maße das Sicherheitsgefühl vieler Bürger/innen und kann Kriminalitätsfurcht auslösen. Gleichzeitig erzeugt eineGegend, die unordentlich erscheint, nach der „broken-windows-Theorie“ von Wilson und Kelling ein Kriminalität förderndes Klima. Die Allgegenwärtigkeit von Vandalismus und illegalen Graffiti im Straßenbild führt dazu, dass sich ein nicht geringfügiger Anteil der Bevölkerung im öffentlichen Raum unsicher fühlt.

  • Illegale Graffiti beeinträchtigen nicht nur das Sicherheitsgefühl der Bürger/innen und schädigen das Image der Stadt, sondern stellen auch einen erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden dar. Bundesweit bewegen sich die Schätzungen über die durch Graffiti verursachten Schäden allein an öffentlichen Gebäuden zwischen 200 und 500 Millionen Euro jährlich. Bezeichnend ist daneben die Tatsache, dass unter Geschäftsleuten in deutschen Städten Graffiti noch vor Kriminalität allgemein als Nummer zwei der innerstädtischen Probleme gilt.

  • Eine detaillierte Darstellung des Ausmaßes dieser Art von Sachbeschädigung ist kaum möglich, da illegale Graffiti häufig nicht angezeigt werden. Die Stadt Freiburg hat sich in der Vergangenheit bereits um ein attraktives Erscheinungsbild bemüht. Angestrebt ist eine saubere und sichere Stadt, sowohl für die Bürger/innen als auch für Besucher/innen und Tourist/innen.

  • Um dieses Image zu bewahren, haben es sich die Initiatoren des „Solidarmodells Anti- Graffiti Freiburg“ zur Aufgabe gemacht, sich des Themas illegale Graffiti umfassend anzunehmen und ein nachhaltiges Konzept zu entwickeln.


Projektbeschreibung:

  • Ein wichtiger Ansatz zur Eindämmung der Sachbeschädigungen durch Graffiti bietet die wissenschaftlich fundierte Erkenntnis, dass Sprayer/innen ihre „Kunstwerke“ öffentlich zur Schau stellen wollen. Deshalb sollte Graffiti möglichst schnell nach der Entdeckung entfernt werden, sodass dieser Anreiz entfällt. Hier setzt das "Solidarmodell Anti-Graffiti Freiburg" an.
  • Mit dem Projekt soll ein konzentriertes Vorgehen rund um das Problemfeld illegale Graffiti gewährleistet werden. Die teilnehmenden Akteure werden vernetzt. Das Gesamtkonzept basiert auf mehreren Säulen.

Zurück zur Startseite